Maui und Lanaii haben wir vor einigen Tagen bereits verlassen und versuchen suchen unser Glück auf der dritten hawaiianische Insel – Kauai aus einer ganz anderen Perspektive zu entdecken. Die Tür des Helikopters fehlt. Das war so gewünscht, doch just heute regnet es, Zu spät – Jacks Helikopter hebt ab. Der Wind zwirbelt durch meine Haare, die Frontscheibe ist benetzt mit Regentropfen, und Sebastian, ganz Fotograf, hängt kopfüber aus dem Helikopter, um seine Bilder zu bekommen. Riskant sieht es aus, aber die Aussicht dafür phänomenal. Diese Insel ist ein Schmuckkästchen. Randvoll gefüllt mit Juwelen. Die Felsformationen sind urig und kolossal. Sie sehen aus wie versteinerte Tatzen von riesigen Dinosauriern. Kein Wunder also, dass Steven Spielberg hier Jurassic Park gedreht hat. Wir überfliegen majestätische Wasserfälle, schmale Täler und den tiefen Waimea Canyon. Und als wäre diese Pracht schon nicht genug, krönen kreisrunde Regenbögen die Aussicht auf Kauai. Teilweise erscheinen sie gleich in doppelter Ausführung. So häufig und so farbintensiv habe ich noch keinen Regenbogen gesehen. Wahrscheinlich liegt einer der Gründe für diese atmosphärische Optik an Wai’ale’ale, einem der regenreichsten Plätze der Welt, den wir beim Überfliegen links neben uns lassen. 1 433 Quadratkilometer ist Kauai groß und hat viele Mikroklimate. Der Norden ist saftiggrün, üppig bewachsen und hat der sechs Millionen Jahre alten Insel wohl den Beinamen »Garteninsel« zugetragen. Der Westen jedoch ist trocken, und die Südseite ist regenarm und sonnig. Unsere Trauer ist groß, als der Helikopter landet, und Sebastian ist um 300 Bilder reicher. Was muss man sehen? »Kilaulea Lighthouse«, ein Leuchtturm und heutiges Vo-gelschutzgebiet mit Albatrossen und Fregattvögeln. »Spouting Horn« in der Nähe von Po-’ipu, einer im Meer endenden Lavaröhre, ein Naturschauspiel, das an einen Geysir erinnert. Die wunderschönen Strände, wie »Hanalei Beach« oder »Coconut Beach«, und natürlich der»Waimea Canyon«, der von Mark Twain als Grand Canyon des Pazifiks bezeichnet wurde. All diese Punkte lassen sich perfekt mit einem Auto erreichen. Allein die »Na-Pali-Küste« ist nur aus der Luft oder von der Wasserseite aus zugänglich und sichtbar. Ein guter Grund für einen Perspektivenwechsel, den viele Mitpassagiere auf der »Lady Luck«, einem Katamaran, bald bereuen. Der starke Wellengang, bedingt durch die kurze Schlechtwetterphase, sowie der reichliche Ausschank gut gemixter Mai Tais führen zu einer üblen Stimmung, aber – der Sonnenuntergang ist einzigartig. Die sinkende Sonne färbt unser Panorama in ein schimmerndes Gold, während Wale an unserem Boot entlang schwimmen und ihre majestätischen Flossen blicken lassen. Eine Atmosphäre, die nicht nur Romantiker weichspült, im schaukelnden Boot vor Kauai. Wir haben es gefunden, das Postkartenparadies. Es ist Wirklichkeit. Und ich bin mir gewiss: Ich habe in meinem Leben bisher nichts Schöneres gesehen.
Autor: Jennifer Latuperisa, Fotos: Sebastian Münter
ANREISE.
United Airlines fliegt täglich ab Frankfurt via Los Angeles oder San Francisco nach Kahului/Maui. www.united.com,
von Maui aus gibt es acht Mal täglich eine Flugverbindung mit der Hawaiian Air nach Lihue/Kauai www.hawaiianair.com
HOTELTIPP KAUAI.
Luxusappartements unmittelbar am Ozean bietet das Whalers Cove. One-Bedroom Ocean View deluxe ab 484 USD pro Nacht. www.whalers-cove.com
HELIKOPTERTOUR.
Dieser Flug ist Pflicht, denn anders kann man die Schönheit der Insel nicht beurteilen. 60 Min, ab 229 USD/ p. P., www.helicopters-kauai.com
KATAMARAN.
Na-Pali-Dinner-Sunset-Cruise, um 125 USD pro Person inkl. Essen und Getränke, www.kauai seatours.com
MIETWAGEN. Buchbar bei der Avis Autovermietung ab 24 Euro pro Tag bei einer Anmietung von sieben Tagen. Infos und Reservierungen rund um die Uhr unter 01805 55 77 55 (0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz) oder www.avis.de
INFOS ALLGEMEIN. Über Hawaii Tourism Europe, c/o AVIAREPS Mangum GmbH, Tel:089 236621-77, Email: hawaii@aviareps mangum.com
REISE-VERANSTALTER. Eest REISEN, Tassilo Zöpf Weg 18, D-82409 Wildsteig, Tel.: 08867 91390, www.eest.com

Mit dem Slogan »Das Mittelmeer, wie es einmal war«, wirbt die kroatische Zentrale für Tourismus, und tatsächlich hat man in den Küstenstädten Dalmatiens beizeiten den Eindruck, durch die Kulisse eines Historienfilms zu wandeln. Aber welcher Stadt will man den Oscar für das beste Bühnenbild zuerkennen? Ob nun Zadar, Sibenik, Trogir, Split oder Dubrovnik, sie alle locken mit einer unwiderstehlichen Kombination aus einem ebenso eleganten wie geschichtsträchtigen Stadtbild und einer perfekten Lage zwischen dem glitzernden Wasser der Adria und dem im Hinterland aufragenden Bergrücken. Sibenik hat darüber hinaus mit der Kathedrale Sveta Jakov einen der großartigsten Kirchenbauten des gesamten Mittelmeerraumes zu bieten, während Trogir vor allem durch seine architektonische Einheit und das nahezu perfekt erhaltene Stadtbild beeindruckt. In Zadar gelingt der Schulterschluss zwischen historischer Kulisse und modernem Stadtleben besonders unverkrampft, am schönsten ist aber sicherlich Dubrovnik, die vielzitierte Perle der Adria, die sich mit ihren mächtigen Stadtmauern wie eine Festung aus dem Meer erhebt. Allerdings hat die Stadt angesichts des enormen Touristenansturms auch viel von ihrem ursprünglichen Flair eingebüßt, sodass meine Oscar- Wahl auf die vielseitigste unter Dalmatiens Küstenstädten fällt. Split ist einerseits moderne Metropole, Industriestandort und Verkehrsknotenpunkt, andererseits ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch, in dem Geschichte nicht konserviert, sondern immer wieder umgeschrieben wird. Über die Riva, Splits Uferpromenade und mit Cafés gespickter Flaniermeile, gelangt man zum Hafen der Stadt. Über 1100 Inseln säumen die Küste, und auch wenn selbstverständlich nur ein Bruchteil bewohnt ist, hat man immer noch die Qual der Wahl. Ich entscheide mich für die Insel Brac und lande nach nur einer Stunde Fahrzeit im ebenso quirligen wie gemütlichen Hauptort Supetar. Prominentester Exportartikel der Insel ist der weiße Kalkstein. Die ganz große Sehenswürdigkeit Bracs, die auch mich hierher gelockt hat, besteht jedoch aus feinstem Kies. Zlatni Rat oder goldenes Horn heißt der wohl berühmteste Strand Dalmatiens. Das Wasser, ist – wie beinahe überall in Kroatien – schon beinahe unwirklich klar und schimmert in den einladendsten Türkis und Blautönen. Das gilt übrigens keineswegs nur für das Meer, sondern auch für die Plitvicer Seen, wo ich zum Abschluss meiner Reise auf Winnetous Spuren wandeln und den Schatz im Silbersee aufspüren will. Dort angekommen, habe ich die Schatzsuche allerdings schon nach wenigen Minuten vollkommen vergessen. Inmitten steil aufragender Felsen und üppig grünem Wald ergießt sich Wasser mal gurgelnd, mal plätschernd, mal tosend von allen Seiten und zieht mich völlig in seinen Bann. Auf verschlungenen Wegen und Holzstegen erkunde ich die unzähligen Seen, Wasserfälle und Flussläufe des Nationalparks, wie einst der Häuptling der Apachen. Denn für die legendären Winnetou-Filme, die mir aus Kindertagen noch in bleibender Erinnerung sind, verlegte man den Wilden Westen in den 60er Jahren kurzerhand nach Kroatien. Wohin der Oscar für das beste Kostümdesign geht, dürfte damit auch klar sein.
Autor: Alexander Schulz
ANREISE.
Split ist von Düsseldorf, Frankfurt und München mit der Lufthansa sowie von vielen weiteren deutschen Flughäfen mit Germanwings erreichbar.
INFOS.
Kroatische Zentrale für Tourismus, Kaiserstraße 23, 60311 Frankfurt, Tel.: 069 23 85 350, Email: Info@visitkroatien.de, http://de.croatia.hr
FERIENHAUS. Gehobenes Ferienhaus für 4-6 Personen in Supetar auf der Insel Brac, Kroatien. Haus CDB135 anmietbar über Novasol Tel.: 040 2388 5982, Email: novasol@novasol.de, www.novasol.de
Preis pro Woche inkl. Aller Nebenkosten je nach Saison zwischen 1080 und 2340 Euro
So wie damals
1910. So heißt die Kollektion von Bulgari, zu der auch diese Metall Vintage- Clutch mit der alten Bulgarianzeige als Motiv gehört. 1250 Euro.
1826. Entsteht das erste Foto, nach einer Belichtung von 8 Stunden. Mit der Rolleiflex MiniDigi AF 5.0 geht das in Sekunden. Von Minox, 329 Euro.
1946. Die erste Vespa kommt auf den Markt. Sie ist nur halb so schnell wie diese Vespa GTV 250 mit einem Hubraum von 244 cm3, die es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 118 km/h bringt. 5560 Euro.
1519. Der berühmte Navigator Ferdinand Magellan startet zur Weltumsegelung. Kompass »Nautica« über Kasper&Richter, Ø 50 mm, 15,20 Euro.